Voranschreitende Klimaveränderungen wirken sich nicht nur auf den Pflanzenanbau sondern in besonderer Weise auch auf Gesundheit und Entwicklung von Bienenvölkern aus. Warum das so ist und welche Maßnahmen Imker in Reaktion darauf ergreifen können, erklärt Dr. Büchler in einem kurzen Beitrag zum bpt-Tierärztekongress 2020. Honigbienen sind zwar wahre Anpassungskünstler, trotzdem kann der Klimawandel auch bei ihnen zu Veränderungen mit Folgen führen, wie z. B.:

  • Zunahme der Brut-Zyklen: nur noch kurze oder gar keine Brutpausen führen zur stärkeren Parasitenentwicklung (Varroamilbe) und die vermehrte Brutpflege schwächt das Volk.
  • Ein krititscher Varroa-Befall wir durch eine verlängerte Tracht früher erreicht: Die bewährte Behandlung in drei Schritten wird erschwert, insbesondere die Winterbehandlung.
  • Ausbleibende Frostphasen führen verstärkt zu sehr später Trachtnutzung und Abarbeiten der Winterbienen.
  • Trockenheit und damit einhergehende geringere Tracht lassen Bienen frühzeitig aus der Brut gehen.
  • Bei frühem Vegetationsbeginn ist die Volksentwicklung noch nicht so weit, dass die Bienen Nektar und Pollen ausreichend nutzen können.
  • Einwanderung neuer Bienenfeinde, wie z. B. der Kleine Beutenkäfer, die Asiatische Riesenhornisse.
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Mitglied im deutschen Journalistenverband DVPJ